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Tiergestützte Therapie: Helfer auf vier Pfoten

Koordination, Konzentration, Körpergefühl: Bereits in zahlreichen deutschen Krankenhäusern unterstützen Hunde, Katzen und andere Tiere die Behandlung der Patienten.
Hierfür wurden bereits detaillierte Hygienevorschriften erarbeitet.

Wie Therapiehunde den Patienten helfen
Die spielerische Wechselbeziehung mit dem Vierbeiner fordert Reaktionsvermögen und regt Menschen mit Sprachstörungen an, sich verbal zu äußern. Den Therapiehund zu streicheln verbessert Aufmerksamkeit, Bewegungskoordination und taktile Stabilität.

Eine wichtige Voraussetzung: Keine Angst vor Tieren
Auch Menschen mit aggressiven Wesenszügen scheiden für die Therapie mit Vierbeiner aus. Die Gefahr von Bissen wäre zu groß. Patienten mit einer Immunschwäche oder mit offenen Wunden sind ebenfalls hierfür nicht geeignet.

Tiere wirken beruhigend auf Patienten
Trotz möglicher Nachteile überwiegt der Nutzen der tiergestützten Therapie. Davon ist auch das Robert-Koch-Institut in Berlin überzeugt. Im Heft 19 der Gesundheitsberichterstattung des Bundes plädiert er deshalb dafür" Tiere unter definierten Bedingungen auch in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern zuzulassen." Die therapeutische Wirkung entstehe durch "eine emotional wohltuende Beziehung zu dem Tier".

Studien belegen, dass Tiere in Gesundheitseinrichtungen die Patienten ruhiger stimmen. Ihre Anwesenheit senkt den Blutdruck, die Herzfrequenz und den Hautwiderstand. Die Patienten spüren eine bedingungslose Annahme. Das stabilisiert sie gefühlsmäßig und erhöht das Selbstwertgefühl.
Beim Streicheln der Hunde und beim Verteilen von Leckerli erleben kranke und behinderte Menschen Momente des Glücks und der Entspannung. Die alltägliche Routine und Gleichförmigkeit werden unterbrochen, neue, positive Eindrücke vermittelt.

Kenyon besucht bereits regelmäßig Frau H. im betreuten Wohnen. Er weiß genau, hier warten leckere Belohnungen auf ihn. Bereitwillig setzt er sich zu der alten Dame und lässt sich durch sein Fell wuscheln. Frau Hoffmann hat sein vielen Jahre rheumatische Veränderungen an den Händen. Doch die schmerzende Gelenke sind in diesen Augenblicken völlig vergessen!

Herr P. benötigt nach einem langen Krankenhausaufenthalt häusliche Pflege und eine ständige Sauerstoffversorgung. Das vertraute Heim musste für das Pflegebett umorganisiert werden. Damit sich Herr P. schneller an die neue Situation gewöhnen kann besucht ihn Kenyon. Er schenkt Freude und zaubert mehr als ein Lächeln in so sorgenvollen Zeiten.

Im Mai 2015 hat Kenyon ein Casting/Eignungstest für Therapiehunde im Verein für Therapiehunde Franken e.V. absolviert. Ich werde an entsprechenden Schulungen teilnehmen, um noch bessere Arbeit leisten zu können.